Michel-Friedrich Schiefler: Junge Menschen im Wahlkreis 23 – Jugend & Zukunft 2026

Thema 1 · Wahlkreis 23 – Vorpommern-Rügen I

Junge Menschen – bleiben, mitreden und Zukunft gestalten

Wie können Jugendliche und junge Erwachsene im Wahlkreis 23 gute Perspektiven finden, sich einmischen und ihre Heimat auch langfristig als Ort zum Leben, Lernen und Arbeiten sehen?

10 Themen · Frage 1 von 10

Jugendpolitik beginnt im Alltag

Junge Menschen erleben Politik nicht zuerst über Gesetzestexte. Sie erleben sie auf dem Schulweg, beim Warten auf den Bus, bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz, in Jugendclubs, Sportvereinen und Feuerwehren, bei Veranstaltungen oder dann, wenn sie einen Ort brauchen, an dem sie sich treffen können. Im Wahlkreis 23 – Vorpommern-Rügen I ist diese Perspektive besonders wichtig, weil der Wahlkreis sehr unterschiedliche Lebensräume verbindet. Ribnitz-Damgarten verfügt über ein vergleichsweise breites Bildungs- und Dienstleistungsangebot, während viele kleinere Gemeinden im Amt Recknitz-Trebeltal, im Amt Ribnitz-Damgarten oder auf Fischland-Darß stärker von Entfernungen und funktionierenden Verkehrsverbindungen abhängig sind.

Deshalb sollte Jugendpolitik hier nicht auf eine einzelne Maßnahme reduziert werden. Beteiligung, Bildung, Mobilität, Freizeit, Ausbildung, bezahlbares Wohnen und die Möglichkeit, nach Studium oder Ausbildung zurückzukehren, greifen ineinander. Ein attraktiver ländlicher Raum braucht nicht nur Angebote für Kinder und Jugendliche, sondern auch echte Möglichkeiten, an Entscheidungen mitzuwirken und Verantwortung zu übernehmen.

Was ist bei Michel-Friedrich Schiefler belegt?

Aktuelle Funktion

Der Landtag Mecklenburg-Vorpommern führt Michel-Friedrich Schiefler als Sprecher der SPD-Landtagsfraktion für Jugendpolitik, Verbraucherschutz und Fischereipolitik. Er ist außerdem ordentliches Mitglied der Enquete-Kommission „Jung sein in Mecklenburg-Vorpommern“.

Politischer Schwerpunkt

Jugendpolitik ist damit kein aus dem Wahlkreis abgeleitetes Thema, das ihm lediglich zugeschrieben wird. Es gehört nachweislich zu seiner aktuellen parlamentarischen Arbeit. Für die Kampagne 2026 nennt die SPD bei ihm unter anderem Jugendkultur als Schwerpunkt.

Trennung von Fakt und Frage: Aus seiner Sprecherfunktion folgt nicht automatisch, dass Michel-Friedrich Schiefler eine bestimmte Jugendstätte, Buslinie oder kommunale Förderung versprochen hat. Konkrete regionale Maßnahmen werden auf dieser Seite deshalb als offene Fragen formuliert, sofern dafür keine aktuelle belastbare persönliche Zusage vorliegt.

Was hat die Enquete-Kommission 2026 erarbeitet?

Die Enquete-Kommission „Jung sein in Mecklenburg-Vorpommern“ hat ihre Arbeit im Sommer 2026 abgeschlossen. Nach Angaben des Landtages enthält der Abschlussbericht mehr als 130 Handlungsempfehlungen. Die Arbeit wurde in vier große Themenfelder gegliedert: gesellschaftliche Beteiligung junger Menschen, formale und non-formale Bildung, gesundes und sicheres Aufwachsen sowie kinder- und jugendgerechte Infrastruktur.

Bemerkenswert ist dabei, dass Jugendliche nicht nur Gegenstand der Untersuchung waren. Im Beteiligungsprozess #mitmischenMV brachten sich nach Angaben des Landtages über zweieinhalb Jahre mehr als 4.500 junge Menschen in mehr als 80 Veranstaltungen ein. Ihre Erfahrungen, Wünsche und Forderungen wurden in einem Kinder- und Jugendgutachten zusammengeführt. Damit existiert für die Landespolitik eine ungewöhnlich breite Grundlage, die zeigt, welche Themen junge Menschen selbst für wichtig halten.

Für Wahlkreis 23 ist das relevant, weil viele der genannten Bereiche sehr konkret werden. Jugendgerechte Infrastruktur bedeutet in einem Flächenwahlkreis beispielsweise auch: Sind Schule, Ausbildung, Freunde, Sport und Kultur erreichbar? Gibt es verlässliche digitale Verbindungen? Können Jugendliche in kommunalen Entscheidungen gehört werden? Und gibt es Treffpunkte, die nicht ausschließlich vom Engagement einzelner Ehrenamtlicher abhängig sind?

Wahlalter 16: Beteiligung bekommt zusätzliches Gewicht

Bei der Landtagswahl 2026 können junge Menschen bereits ab 16 Jahren wählen. Dadurch wird die politische Rolle Jugendlicher sichtbarer. Wer wählen darf, sollte politische Informationen verstehen können, Ansprechpartner finden und erleben, dass Beteiligung mehr bedeutet als eine einmalige Stimme am Wahltag.

Gerade in kleinen Städten und Dörfern kann Beteiligung sehr direkt sein. Jugendliche wissen oft genau, wo sichere Wege fehlen, welche Busverbindung unpraktisch ist, welcher Sportplatz genutzt wird oder warum ein Treffpunkt nicht funktioniert. Kommunale Beteiligung kann deshalb einen praktischen Nutzen haben: Entscheidungen werden nicht nur über junge Menschen getroffen, sondern mit ihnen.

Gleichzeitig darf Beteiligung nicht zur Pflichtveranstaltung werden. Wenn Jugendliche in Workshops und Befragungen Ideen einbringen, müssen sie nachvollziehen können, was daraus geworden ist. Transparenz über Möglichkeiten, Zuständigkeiten und Grenzen gehört zu einer glaubwürdigen Beteiligungskultur.

Bleiben oder zurückkehren: Was macht Heimat attraktiv?

Viele junge Menschen verlassen ländliche Regionen zeitweise für Ausbildung, Studium oder den ersten Arbeitsplatz. Das ist nicht automatisch ein Problem. Entscheidend ist, ob der Wahlkreis später eine realistische Perspektive zum Zurückkehren bietet. Dafür braucht es Arbeitsplätze und Ausbildungsmöglichkeiten, aber ebenso Wohnraum, Betreuung für Familien, Mobilität, Kultur, schnelle digitale Netze und eine funktionierende Grundversorgung.

Der Blick sollte deshalb nicht nur auf die Frage gerichtet sein, wie Jugendliche „gehalten“ werden können. Politisch sinnvoller ist die Frage, welche Bedingungen ihnen eine echte Wahl ermöglichen. Wer in Ribnitz-Damgarten, Marlow, Zingst, Bad Sülze, Tribsees oder einem kleineren Dorf bleiben möchte, sollte das nicht deshalb aufgeben müssen, weil bestimmte Grundvoraussetzungen fehlen. Wer die Region verlassen möchte, sollte zugleich das Gefühl behalten, später willkommen zu sein und hier wieder eine Perspektive aufbauen zu können.

Vier konkrete Prüfsteine für den Wahlkreis

1. Beteiligung

Welche dauerhaften Formen der Jugendbeteiligung funktionieren in den Gemeinden, und wie können Ergebnisse sichtbar in politische Entscheidungen einfließen?

2. Mobilität

Wie erreichen junge Menschen Schule, Ausbildung, Vereine und Freunde, wenn sie noch keinen Führerschein besitzen oder kein eigenes Auto zur Verfügung steht?

3. Räume und Angebote

Welche Treffpunkte, Kultur- und Freizeitangebote gibt es, und wie können Kommunen sowie Vereine bei Betrieb, Finanzierung und Nachwuchs unterstützt werden?

4. Perspektive

Wie werden Ausbildung, Beruf, bezahlbares Wohnen und Familienfreundlichkeit so verbunden, dass aus einem Heimatgefühl auch eine reale Zukunftsoption wird?

Leitfrage an Michel-Friedrich Schiefler

Wie können Jugendliche und junge Erwachsene im Wahlkreis 23 künftig noch stärker an politischen Entscheidungen beteiligt werden – und welche konkreten Voraussetzungen braucht es, damit sie auch in kleineren Städten und Dörfern gute Perspektiven zum Bleiben oder Zurückkehren haben?

Politische Einordnung

Die Ausgangslage ist klar: Michel-Friedrich Schiefler arbeitet nachweislich im Bereich Jugendpolitik, und die Enquete-Kommission hat 2026 eine umfangreiche Grundlage für die nächste Wahlperiode vorgelegt. Der nächste Schritt besteht darin, allgemeine Empfehlungen in konkrete Politik zu übersetzen. Dabei sollte der Wahlkreis mit seinen sehr unterschiedlichen Orten mitgedacht werden.

Für Zingst, Prerow oder andere touristisch geprägte Orte können Fragen nach saisonalen Arbeitsplätzen, Wohnraum und Mobilität anders aussehen als in Tribsees oder Deyelsdorf. Ribnitz-Damgarten bietet mehr schulische und kulturelle Infrastruktur, ist dafür aber auch ein wichtiger Anlaufpunkt für das Umland. Die Qualität von Jugendpolitik entscheidet sich daher daran, ob unterschiedliche Ausgangslagen berücksichtigt werden, statt ein einziges Modell für alle Gemeinden anzunehmen.

Die zentrale Aufgabe bleibt, jungen Menschen nicht nur eine Zukunft „anzubieten“, sondern ihnen Mitgestaltung zu ermöglichen. Wer früh erlebt, dass Engagement Wirkung hat, wird eher Verantwortung übernehmen – im Verein, im Ehrenamt, in der Kommune oder in der demokratischen Politik.

FAQ – Junge Menschen im Wahlkreis 23

Ist Jugendpolitik ein aktueller Schwerpunkt von Michel-Friedrich Schiefler?

Ja. Der Landtag führt ihn als Sprecher der SPD-Landtagsfraktion für Jugendpolitik. Zusätzlich ist er ordentliches Mitglied der Enquete-Kommission „Jung sein in Mecklenburg-Vorpommern“.

Was ist die Enquete-Kommission?

Sie ist ein parlamentarisches Gremium, das sich in der 8. Wahlperiode ausführlich mit der Situation junger Menschen beschäftigt hat. 2026 wurde die Arbeit mit mehr als 130 Handlungsempfehlungen abgeschlossen.

Wurden Jugendliche selbst beteiligt?

Ja. Der Landtag berichtet, dass sich im Prozess #mitmischenMV mehr als 4.500 junge Menschen bei über 80 Veranstaltungen eingebracht haben. Die Ergebnisse wurden in einem Kinder- und Jugendgutachten dokumentiert.

Warum spielt Mobilität bei Jugendpolitik eine Rolle?

Weil Jugendliche im ländlichen Raum Schule, Ausbildung, Freizeitangebote und Freunde erreichen müssen, bevor sie selbst Auto fahren können. Erreichbarkeit ist deshalb ein Teil selbstständiger Teilhabe.

Ist diese Seite ein Wahlversprechen?

Nein. Sie beschreibt belegte Funktionen und aktuelle Entwicklungen und formuliert daraus eine Frage an Michel-Friedrich Schiefler. Nicht belegte regionale Maßnahmen werden nicht als persönliche Zusage dargestellt.

Geprüfte Quellen

Stand der inhaltlichen Prüfung: September 2026. Belegte Funktionen und regionale Fragen werden bewusst getrennt.

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